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Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Sekretariat: Frau Schmeling
Telefon: 0209 / 160 - 1201
Telefax: 0209 / 160 - 2677
E-Mail: ast@evk-ge.de
E-Mail: frauenklinik@evk-ge.de
 
Terminvereinbarung unter: 0209/160 1202
 
Dr. med. Alexander Ast

Urodynamische UntersuchungHarninkontinenz
 
BLASENSCHWÄCHE/HARNINKONTINENZ:

Harninkontinenz bzw. der unwillkürliche Verlust von Urin ist in Deutschland keine Seltenheit: Schätzungen zur Folge sind in Deutschland bis zu 15 Mio Frauen betroffen; allein bei den 40 bis 50-jährigen Frauen wird eine Quote von rund 25% vermutet. Obwohl der unwillkürliche Harnverlust ein so weit verbreitetes Problem ist, halten Scham und auch Ängste, etwa vor Untersuchungen, viele Betroffenen davon ab sich beraten oder gar behandeln zu lassen.
Die folgenden Informationen über die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie des unwillkürlichen Harnverlustes sollen Ihnen die Möglichkeit geben sich kompetent zu informieren und die nächsten Schritte einzuleiten.


FORMEN DER HARNINKONTINENZ:

Die sogenannte Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz) macht sich vor allem bei körperlicher Belastung wie schweres Heben, Treppensteigen etc. bemerkbar. Aber auch Urinabgang während des Hustens, Niesens, Pressens sind typisch für diese Form der Harninkontinenz.
Die sogenannte Dranginkontinenz (Urgeinkontinenz) zeigt sich vor allem durch einen plötzlich auftretenden Harndrang, bzw. unwillkürlichen Harnverlust unabhängig von körperlichen Aktivitäten.
Die sogenannte Mischinkontinenz ist das Zusammenwirken beider oben genannten Inkontinenzformen.


URSACHEN DER INKONTINENZFORMEN:

Die Belastungsinkontinenz ist häufig verbunden mit dem sogenannten Genitalprolaps (Scheidenvorfall). Dadurch senkt sich die Blase, bzw. die Gebärmutter sowie das gesamte Scheidengewölbe.
Bei der Dranginkontinenz sind die häufigsten Ursachen Blasenerkrankungen, im Sinne einer Überaktivität der Harnblase. Diabetes mellitus, beginnende hormonelle Schwankungen (Wechseljahrssymptomatik) oder auch medikamentöse Einflüsse können hier Ursachen sein.
Um festzustellen, welche Harninkontinenzform vorliegt, muss zunächst ein ausführliches Gespräch mit der betroffenen Patientin geführt werden und anschließend eine entsprechende Diagnostik. Diese finden optimalerweise in der sogenannten Urogynäkologischensprechstunde oder Inkontinenzsprechstunde statt. Hier werden folgende Diagnostika eingesetzt:

  • ausführliche Patientenbefragung (Krankengeschichte, Frage nach Medikamenteneinnahme, etc.)
  • gynäkologische Untersuchung inklusive Ultraschalluntersuchung
  • die Urodynamik (Blasen- und Harnröhrendruckmessung)
  • Blasenspiegelung

Bis auf die urodynamische Untersuchung sind Ihnen alle obigen Untersuchungen bekannt; die Urodynamik ist nicht angenehm aber in der Regel auch nicht schmerzhaft: Bei dieser Untersuchung wird die entleerte Harnblase über einen kleinen Katheter mit steriler Flüssigkeit gefüllt. Feine Sensoren messen dann die Druckverhältnisse in der Harnblase und der Harnröhre in Ruhe und unter Belastung (Pressen, Husten, etc.).
Nach Durchführung der Untersuchung werden die Ergebnisse in einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit Ihnen erörtert und eventuelle Therapieformen (medikamentöse und/oder operative) besprochen. Operative Möglichkeiten, die vor allem die Belastungsinkontinenz betreffen, sind beispielsweise zum einen solche, die die Scheide wieder anheben und in die korrekte anatomische Lage bringen oder aber auch das Anbringen von sogenannten spannungsfreien Bändern (TVT).
Bei der Dranginkontinenz steht zunächst die medikamentöse Therapie im Vordergrund.
Diese Therapieformen werden Ihnen natürlich in einem persönlichen Gespräch im Detail erklärt und mit Ihnen in Abhängigkeit Ihres Leidensdruckes und Ihrer individuellen Situation abgewogen.
Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Evangelischen Kliniken verfügen über große Erfahrungen sowohl in der Diagnostik, als auch in der Therapie; darüber können Sie sich in einem ersten Kontakt in unserer Urogynäkologischen Sprechstunde informieren.
Der erste Schritt allerdings für Sie ist: Bitte sprechen Sie Ihren Hausarzt, bzw. Ihren Frauenarzt direkt auf Ihre Blasenschwäche, bzw. Harninkontinenz an!


KONTAKT:

Gynäkologisches Sekretariat, Telefon: 0209/160-1202
(Bitte bringen Sie eine Überweisung zur Urogynäkologischen Abklärung mit.)


 

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