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Klinik für Innere Medizin

Sekretariat: Frau Rehm
Telefon: 0209 / 160 - 1301
Telefax: 0209 / 160 - 2682
E-Mail: doberauer@evk-ge.de

 
Prof. Dr. med. Claus Doberauer

WeiterbildungWeiterbildung

1. Gegliedertes Programm für die Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin und Allgemeinmedizin
 
Die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte mit Richtzahlen sind der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (vom 09.04.2005) und den Richtlinien (Stand 02/2007) zu entnehmen.
 
Die Basisweiterbildung Innere Medizin und Allgemeinmedizin umfasst 36 Monate. Diese ist an der Klinik für Innere Medizin wie folgt strukturiert:
 

1. Weiterbildungsjahr
a) Ziele:
  • Kenntnisse der hausinternen Logistik
  • Erwerb internistischer und allgemeinmedizinischer Grundkenntnisse
  • Teilnahme am Bereitschaftsdienst der Klinik für Innere Medizin (als Zweitdiensthabender)
  • Erwerb von Kenntnissen in der Notfallversorgung von Patienten in der Ambulanz
  • Erlernen von kardiologischen und/oder sonographischen Untersuchungstechniken
b) Maßnahmen:
  • Zuteilung zu einem Facharzt (in der Regel zu einem Oberarzt)
  • Einsatz auf einer allgemein-internistischen Station für mindestens 9 Monate
  • Optional Tätigkeit in der Ambulanz für 3 Monate
  • Einteilung zur Basisdiagnostik in der kardioangiologischen Funktionsabteilung (Ruhe-EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruck, Carotisdruckversuch, Schellong-Test)
  • Einteilung zur sonographischen Grunddiagnostik (Sonographie Schilddrüse, Thorax sowie Abdomen und Pelvis)

 
2. Weiterbildungsjahr:
a) Ziele:
  • Weiterer Erwerb internistischer und allgemeinmedizinischer Grundkenntnisse
  • Teilnahme am Bereitschaftsdienst der Klinik für Innere Medizin (als Erst- und Zweitdiensthabender)
  • Erwerb von Kenntnissen in der Notfallversorgung von Patienten auf der Intensivstation
  • Erlernen von pneumologischen Untersuchungstechniken
  • Verfestigung der Kenntnisse in kardioangiologischen bzw. sonographischen Untersuchungstechniken
b) Maßnahmen:
  • Einsatz auf einer allgemein-internistischen Station und/oder in der Ambulanz für 6 Monate
  • Einsatz auf der interdisziplinären Intensivstation für mindestens 6 Monate im Schichtdienst
  • Einteilung zur Basisdiagnostik im pneumologischen Funktionsbereich (Bodyplethysmographie, Schlafscreening)
  • Mitwirkung bei Punktionen von Körperflüssigkeiten und Knochenmark
  • Mitarbeit in der kardioangiologischen Funktionsabteilung bzw. im sonographischen Funktionsbereich (Duplexsonographie der extremitätenversorgenden und der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße)

 
3. Weiterbildungsjahr:
a) Ziele:
  • Weiterer Erwerb internistischer und allgemeinmedizinischer Grundkenntnisse
  • Erstellung von Plänen für Ernährung, Tumortherapie und Blutersatz
  • Teilnahme am Bereitschaftsdienst der Klinik für Innere Medizin (als Erst- und Zweitdiensthabender)
  • Erlernen von gastroenterologischen Untersuchungstechniken
  • Erwerb und Weitergabe von Kenntnissen in der Diabetologie
b) Maßnahmen:
  • Einsatz auf einer allgemein-internistischen Station und/oder in der Ambulanz für 6 Monate
  • Einteilung zur Basisdiagnostik im gastroenterologischen Funktionsbereich (Gastroskopie, Proktoskopie, H2-Atemtest)
  • Mitarbeit in der kardioangiologischen Funktionsabteilung (Herzschrittmacherversorgung) bzw. im sonographischen Funktionsbereich (transthorakale Dopplerechokardiographie)
  • Mitarbeit in der Diabetikerschulung
  • Mitwirkung bei der Erstellung von wissenschaftlichen Gutachten

 

2. Gegliedertes Programm für die Weiterbildung im Gebiet Innere Medizin
 
Die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte mit Richtzahlen sind der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (vom 09.04.2005) und den Richtlinien (Stand 02/2007) zu entnehmen.
 
Grundlage ist die Basisweiterbildung Innere Medizin und Allgemeinmedizin von 36 Monaten (siehe gesonderte Aufstellung). Danach folgen weitere 24 Monate stationäre Weiterbildung in Innerer Medizin:
 

4. Weiterbildungsjahr
a) Ziele:
  • Weiterer Erwerb internistischer Kenntnisse
  • Sichere Indikationsstellung, Probengewinnung und Beurteilung von Laboruntersuchungen
  • Kenntnisse in der Arzneimitteltherapie
  • Erweiterung der Fertigkeiten in gastroenterologischen Untersuchungstechniken
  • Verfestigung pneumologischer Untersuchungstechniken
b) Maßnahmen:
  • Einsatz auf einer Station mit gastroenterologischem und auf einer Station mit pneumologischem Schwerpunkt
  • Durchführung von Punktionen an Pleura, Bauchraum, Liquor, Leber und Knochenmark
  • Mitarbeit in der gastroenterologischen Funktionseinheit (Gastroskopien mit Interventionen wie Blutstillung und PEG-Anlage, Ileokoloskopien mit Polypektomien und ebenfalls Maßnahmen zur Blutstillung)
  • Durchführung bronchoskopischer Untersuchungen einschließlich broncho-alveolärer Lavage und Biopsien
  • Regelmäßiger Besuch der Fortbildungsveranstaltungen

 
5. Weiterbildungsjahr:
a) Ziele:
  • Vervollständigung der Kenntnisse in den internistischen Krankheitsbildern
  • Kenntnisse in der Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • Versorgung von Patienten mit Infektionserkrankungen
  • Erwerb von Grundkenntnissen in der Behandlung psychisch, psychosomatisch und neurologisch kranker Patienten
  • Erfahrungen in interdisziplinären Konzeptionen unter insbesondere Beteiligung von Chirurgie und Strahlentherapie
b) Maßnahmen:
  • Einsatz auf einer Station mit hämatoonkologischem Schwerpunkt und auf der Infektionsstation
  • Optional Tätigkeit in der Ambulanz und/oder auf der interdisziplinären Intensivstation
  • Weitere Mitarbeit in den Funktionsabteilungen
  • Teilnahme am Konsiliardienst und an den interdisziplinären Konferenzen
  • Erstellung weiterer wissenschaftlicher Gutachten

 

3. Gegliedertes Programm für die Weiterbildung im Schwerpunkt Gastroenterologie
 
Die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte mit Richtzahlen sind der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (vom 09.04.2005) und den Richtlinien (Stand 02/2007) zu entnehmen.
 
Nach der Basisweiterbildung Innere Medizin und Allgemeinmedizin folgen 36 Monate Weiterbildung im Schwerpunkt Gastroenterologie. Diese sind an der Klinik für Innere Medizin wie folgt strukturiert:
 
a) Ziele:

  • Erwerb von Kenntnissen im Schwerpunkt Gastroenterologie
  • Erwerb von Kenntnissen in der gastroenterologischen Onkologie
  • Erwerb von Kenntnissen bei Stoffwechselerkrankungen
  • Erwerb von Kenntnissen bei gastroenterologischen Infektionserkrankungen
  • Erlernen zusätzlicher gastroenterologischer Untersuchungstechniken

 
b) Maßnahmen:
  • Einsatz auf einer internistischen Station mit Schwerpunkt Gastroenterologie und Stoffwechsel, optional auch 6 Monate auf einer Station mit Schwerpunkt Hämatoonkologie bzw. auf der Infektionsstation bzw. auf der Intensivstation (falls noch nicht im Rahmen der Basisweiterbildung erfolgt)
  • Weitere sonographische Diagnostik (Duplexsonographie der abdominalen und retroperitonealen Gefäße, Endosonographie) einschließlich sonographisch gesteuerter Punktionen (intraabdominelle Organe bzw. unklare Raumforderungen)
  • Weitere endoskopische Diagnostik (Ösophagogastroduodenoskopie, Intestinoskopie, Ileokoloskopie, ERCP, Proktoskopie, jeweils mit therapeutischen Maßnahmen)
  • Durchführung gastroenterologischer Funktionsdiagnostik (Langzeit-pH-Metrie, Manometrie)
  • Mitwirkung bei Laparoskopien und PTCD sowie Einsatz von Labormethoden aus dem Schwerpunkt
  • Durchführung medikamentöser Tumortherapiemaßnahmen unter Berücksichtigung interdisziplinärer Konzepte sowie Beachtung supportiver Maßnahmen und Management von Komplikationen
  • Regelmäßige Teilnahme an den interdisziplinären Tumorkonferenzen
  • Erstellung von Behandlungsplänen bei Stoffwechselerkrankungen sowie zur Durchführung enteraler und parenteraler Ernährungen auf der Normal- und auf der Intensivstation
  • Teilnahme an den angebotenen praktischen und theoretischen Fortbildungen
  • Mitwirkung bei der Erstellung von wissenschaftlichen Gutachten mit Fragestellungen aus dem Schwerpunkt

 

4. Gegliedertes Programm für die Zusatzweiterbildung Infektiologie
 
Die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte mit Richtzahlen sind der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (vom 09.04.2005) und den Richtlinien (Stand 02/2007) zu entnehmen.
 
Für die Anerkennung der Zusatzweiterbildung Infektiologie bedarf es neben der Facharztkompetenz 12 Monate Weiterbildung in der Vorbeugung, Erkennung und konservative Behandlung. Diese sind an der Klinik für Innere Medizin wie folgt strukturiert:
 
Ziele:

  • Erwerb von Kenntnissen in der Epidemiologie, Vorbeugung, Erkennung und Behandlung lokaler, zyklische und septischer Infektionen
  • Erwerb von Kenntnissen in der antimikrobiellen Therapie
  • Erwerb von Kenntnissen in Erkennung und Behandlung importierter und einheimischer Infektionserkrankungen, insbesondere nosokomialer und opportunistischer Infektionen
  • Erwerb von Kenntnissen in Erkennung und Behandlung assoziierter Infektionssyndrome bei immunsuppressiven Zuständen
  • Erwerb von Kenntnissen in der Seuchenmedizin

 
Maßnahmen:
  • Einsatz auf der Infektionsstation für mindestens 6 Monate
  • Einsatz auf der interdisziplinären Intensivstation für mindestens 3 Monate
  • Einsatz auf der Schwerpunktstation Hämatologie und internistische Onkologie für mindestens 3 Monate
  • Regelmäßige Teilnahme an den infektiologischen Wochenvisiten auf der Intensivstation
  • Mitarbeit in der Hygienekommission des Hauses
  • Mitarbeit im infektiologischen Arbeitskreis der Stadt Gelsenkirchen

 

5. Gegliedertes Programm für die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin
 
Die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte mit Richtzahlen sind der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (vom 09.04.2005) und den Richtlinien (Stand 02/2007) zu entnehmen.
 
Für die Anerkennung der Zusatzweiterbildung Intensivmedizin bedarf es neben den bereits in der Basisweiterbildung Innere Medizin und Allgemeinmedizin bzw. in der Schwerpunktweiterbildung abgeleisteten 6 Monaten Intensivmedizin weiterer 18 Monate nach der Facharztweiterbildung. Diese sind an der Klinik für Innere Medizin wie folgt strukturiert:
 
Ziele:

  • Erwerb von Kenntnissen bei der intensivmedizinischen Behandlung internistischer Krankheitsbilder
  • Erwerb von Kenntnissen in der differenzierten Diagnostik und Therapie bei vital bedrohlichen internistischen Erkrankungen
  • Erwerb von Kenntnissen in der differenzierten Elektrotherapie des Herzens und speziellen Pharmakotherapie der akut vital bedrohlichen Herz-Rhythmusstörungen
  • Erwerb von Kenntnissen im differenzierten Einsatz von extrakorporalen Nierenersatzverfahren
  • Erwerb von Kenntnissen in speziellen Hygienefragen auf der Intensivstation und in der Organisation einer Organspende

 
Maßnahmen:
  • Einsatz auf der interdisziplinären Intensivstation im Schichtdienst
  • Schulung an allen auf der Intensivstation zum Einsatz kommenden Geräten
  • Unterweisung in den verwendeten Punktions-, Katheterisierungs- und Drainagetechniken sowie Mess- und Überwachungstechniken
  • Unterweisung bezüglich Kardioversion, Defibrillation und Elektrostimulation einschließlich der Anlage eines passageren transvenösen Herzschrittmachers
  • Training bezüglich nichtinvasiver und invasiver Beatmungsverfahren einschließlich Analgosedierung sowie therapeutischer Bronchoskopie mit Lavage und Dilatationstracheotomie
  • Training der kardiopulmonalen Reanimation an einer Reanimationspuppe unter fachlicher Anleitung
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den weiteren auf der Intensivstation tätigen Fachdisziplinen einschließlich der Unterstützung des Organspende beauftragten Arztes bei organisatorischen Fragen
  • Teilnahme an einem Notfallmedizinkurs und Begleitung des Notarztes mit Durchführung lebensrettender Maßnahmen sowie Begleitung von Transporten intensivmedizinischer Patienten
  • Regelmäßige Teilnahme an den infektiologischen Wochenvisiten und Dokumentation von infektiologischen Komplikationen
  • Selbstständige Erstellung der EDV-gestützten Behandlungspläne für Pharmakotherapie, enterale und parenterale Ernährung sowie Transfusions- und Blutersatztherapie

 

6. Gegliedertes Programm für die Zusatzweiterbildung Diabetologie
 
Die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte mit Richtzahlen sind der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (in der Fassung vom 01.01.2012) und den Richtlinien (Stand 10/2008) zu entnehmen.
 
Für die Anerkennung der Zusatzweiterbildung Diabetologie bedarf es während der Weiterbildung im Gebiet Innere Medizin 6 Monate und neben der Facharztkompetenz nochmals 12 Monate Weiterbildung in der Diabetologie. Diese sind an der Klinik für Innere Medizin wie folgt strukturiert:
 
Ziele: Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

  • der Vorbeugung, Erkennung und konservativen Behandlung des Diabetes mellitus aller Typen, Formen und Schweregrade einschließlich assoziierter metabolischer Störungen und Erkrankungen
  • der Behandlung der sekundären Diabetesformen und des Diabetes mellitus in der Gravidität
  • strukturierten Schulungskursen für Typ 1- und Typ 2-Diabetiker mit und ohne Komplikationen, für schwangere Diabetikerinnen sowie Schulungen zur Hypoglykämiewahrnehmung
  • der Berufswahl- und Familienberatung bei Diabetikern
  • der Früherkennung, Behandlung und Vorbeugung von Diabeteskomplikationen einschließlich des diabetischen Fußsyndroms
  • der Ernährungsberatung und Diätetik bei Diabetes mellitus
  • der Insulinbehandlung einschließlich der Insulinpumpenbehandlung

 
Maßnahmen:
  • Einsatz auf der diabetologischen Schwerpunktstation für mindestens 12 Monate
  • Einsatz auf der interdisziplinären Intensivstation für mindestens 3 Monate
  • Regelmäßige Teilnahme an den strukturierten Diabetikerschulungen
  • Nach Facharztanerkennung regelmäßige Teilnahme an der internistischen Konsiliartätigkeit für die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, die Augenklinik, die Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie sowie die Kliniken für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie und die Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie
  • Mitarbeit in der diabetischen Fußambulanz des Hauses
  • Mitarbeit an den Disease Management Programmen Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2
  • Besuch von Fortbildungsveranstaltungen zur Diabetologie

 
 
Prof. Dr. med. C. Doberauer


 
 

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