Kooperation für weniger Alkohol
Seit Anfang 2025 kooperiert die Suchtberatung der Beratungsdienste mit Schalke-Null-Bier. Mithilfe dieser Kooperation soll die Qualität der Versorgung von Menschen mit Suchterkrankungen in Gelsenkirchen verbessert werden. Auf diesem Wege sollen sowohl die Fans als auch die breitere Öffentlichkeit über diverse Suchtproblematiken und deren Risiken informiert werden. Ziel ist dabei immer, ein Bewusstsein für die Gefahren von Suchtverhalten im Kontext des Fußballs zu schaffen.
Dafür setzt sich „Schalke Null Bier“
Wer im Stadion nüchtern bleiben möchte, braucht mitunter eine gute Strategie. Denn alkoholische Getränke werden nicht nur an jeder Ecke angeboten, sondern sogar bis zum eigenen Sitzplatz per Bierrucksack „hinterhergetragen“ oder von wohlmeinenden Fans in der Kurve großzügig ausgegeben. Was für manche „nur“ einen ungewollten Kater nach sich zieht, kann für Menschen mit Alkoholproblem extreme Folgen haben. Viele Alkoholiker kommen nicht mehr zu Fußballspielen, weil sie befürchten, dort einen Rückfall zu erleiden. Um diesen Menschen zu helfen und ihnen den Spaß am Fußball wieder zu geben, hat sich in Gelsenkirchen die Initiative „Schalke Null Bier“ gegründet, eine Mischung aus Fanclub und Selbsthilfegruppe. Die Gruppe möchte einen sicheren Raum bieten, um das Lieblingshobby Schalke weiter voller Leidenschaft betreiben zu können und als starke, nüchterne Gemeinschaft einander Halt zu geben. Die Initiative trifft sich gemeinsam vor den Auswärtsspielen im Vereinsheim und entscheidet, wo und ob sie das Spiel zusammen schauen – natürlich ohne Alkohol, dafür aber je nach Anstoßzeit mit einem leckeren Frühstück oder Mittagessen.