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Oliver Rausch ist neuer Krankenhausseelsorger im EvK Herne

„Ich hatte den Wunsch, wieder näher an den Lebensgeschichten der Menschen zu sein“, sagt Oliver Rausch. Dazu hat der 48-Jährige nun viel Gelegenheit: Der gebürtige Wuppertaler, verheiratet und Vater von drei Kindern, ist neuer Krankenhausseelsorger im Evangelischen Krankenhaus Herne und Nachfolger von Ulrich Knudsen.
Zwei Männer stehen an einem Rednerpult in einem kirchlichen Raum.

Oliver Rausch (l.) ist neuer Krankenhausseelsorger im EvK Herne. Er tritt die Nachfolge von Ulrich Knudsen an.

„Ich hatte den Wunsch, wieder näher an den Lebensgeschichten der Menschen zu sein“, sagt Oliver Rausch. Dazu hat der 48-Jährige nun viel Gelegenheit: Der gebürtige Wuppertaler, verheiratet und Vater von drei Kindern, ist neuer Krankenhausseelsorger im Evangelischen Krankenhaus Herne. Oliver Rausch tritt die Nachfolge von Ulrich Knudsen an, der sich freut, dass es nach seinem Ausscheiden mit der Seelsorge im EvK wieder mit einer ganzen Stelle weitergeht. 

Dass Oliver Rausch einmal in der Krankenhausseelsorge tätig sein würde, war nicht unbedingt zu erwarten, hat er mit seiner Ausbildung zum Raumausstatter doch zunächst einen ganz anderen beruflichen Weg eingeschlagen. Doch der folgende Zivildienst in einer Wuppertaler Kirchengemeinde hat bei dem jungen Mann aus dem Bergischen Land das Interesse an der kirchlichen und sozialen Arbeit geweckt. So begann er eine Diakonenausbildung und absolvierte parallel eine Ausbildung als Erzieher mit sonderpädagogischem Schwerpunkt; er studierte berufsbegleitend Soziale Arbeit, ließ sich zum Prädikanten ausbilden und in der klinischen Seelsorge schulen. Fachlich breit aufgestellt, bekam Oliver Rausch in seinem beruflichen Leben viele Einblicke: So war er in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit tätig, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, in einer sozialtherapeutischen Einrichtung, in einer Pflegeeinrichtung für Menschen mit psychischen und/oder Suchterkrankungen und zuletzt in der Evangelischen Kirchengemeinde Altenbochum-Laer, wo er als Diakon die pfarramtliche Arbeit übernahm – von der Familienarbeit bis zu Beerdigungen. „In so viele unterschiedliche Bereiche schauen zu dürfen, habe ich als große Bereicherung erlebt“, sagt Oliver Rausch rückblickend.

Nun ist die Krankenhausseelsorge im EvK am EVA Ruhr-Standort in Herne-Mitte sein Einsatzgebiet. Hier trifft er auf die gewünschten Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten, auf Mitarbeitende und Ehrenamtliche ebenso wie auf Patienten und Angehörige. „Ich bin von allen sehr offen und freundlich empfangen worden und fühle mich sehr willkommen“, blickt der dreifache Vater auf die ersten Wochen in Herne zurück. Auch wenn ihm an manchen Stellen noch der Überblick über die verwinkelten Flure im EvK fehle, so möchte er dennoch überall im Haus unterwegs sein. „Ich mag es, Menschen zu begegnen“, sagt Oliver Rausch. Wo sie ihm signalisierten, dass sie ein Gespräch wünschen, schenke er ihnen ein offenes Ohr. „Manchmal gibt es was zu lachen, stellenweise ist es traurig und mitunter auch tragisch – dieses große Spektrum finde ich sehr reizvoll“, sagt der 48-jährige Sprockhöveler über die seelsorgerische Arbeit. 

Das kann Ulrich Knudsen bestätigen: „Freude, Traurigkeit und Schmerz liegen oft nah beieinander, hier gibt es alles – das pralle Leben“, sagt der Pfarrer. Zweieinhalb Jahre war er im EvK als Krankenhausseeelsorger im Einsatz. Auch wenn seine Zeit an der Wiescherstraße begrenzt war, fiel ihm der Abschied nicht leicht. Neben den Kontakten mit Patienten und Angehörigen habe er sich immer sehr für die Mitarbeitenden interessiert und verstärkt mit ihnen das Gespräch gesucht. „Das war mir immer sehr wichtig. Sie sind die, die lange bleiben“, sagt Ulrich Knudsen. Das gilt auch für die Grünen Damen und Herren. „Ich bewundere die Ehrenamtlichen – mit welcher Treue und Verbundenheit sie teilweise seit mehreren Jahrzehnten hier ihren Dienst leisten“, so der 62-Jährige. 

Sein Dienst ist nun beendet – zumindest im EvK. In der Evangelischen Beratungsstelle für Ehe- und Lebensfragen, als Supervisor für die Landeskirche sowie als Ausbilder von Mitarbeitenden in der Telefonseelsorge wird er auch weiterhin im Einsatz sein. „Ich bin jetzt Teilzeit-Rentner“, schmunzelt Ulrich Knudsen. Genug Zeit fürs Campen, Fahrradfahren und Museumsbesuche samt Kaffeetrinken dürfte ihm trotzdem bleiben. 

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